Müllberg im Sekundentakt!

678 Pappbecher – So viele wie täglich auf dem Campus der Beuth Hochschule verkauft werden, stapelte der RZE am 29.06.2016 vor die Mensa. Es türmte sich ein Berg auf, der viele Studierende auf ihrem Weg zur Mensa zum stehen bleiben animierte.

Zum Becherberg erklärte Kathrin Giering als Mitorganisatorin der Aktion, dass „678 Becher nur der Durchschnitt über das gesamte Jahr gesehen sind, da während der vorlesungsfreien Zeit aber kaum Heißgetränke gekauft werden ist der Verbrauch an einem Tag mit normalem Betrieb wesentlich höher“. Die Beuth Hochschule ist mit ihrem Verbrauch an Einwegbechern Spitzenreiter unter allen Berliner Hochschulen.
Für Ideen, was wir gegen den enormen Bechermüllberg unternehmen könnten, gab es viel Platz auf einer offenen Brainstorming-Wand. Über die Anliegen der Studierenden sagte Katharina Hauer: „Vor allem wünschen sich viele, mit denen wir heute sprechen konnten, ein Pfandsystem für Mehrwegbecher als flexible Alternative zum Einweg-Pappbecher“. Außerdem gab es eine Umfrage, ob und welcher Aufpreis auf die Einwegbecher zur Nutzung eines anderen Bechers motivieren würde. Demnach sind die aktuellen 10 Cent Aufpreis noch zu gering um ein Umdenken einzuleiten. Die Mehrheit der Befragten würde erst ab 50 Cent Aufpreis auf Einwegbecher verzichten.

Diejenigen, die beim Anblick des Becherbergs und der zahlreichen Informationen nicht einfach weiter gehen sondern direkt etwas ändern wollten, konnten am Aktionsstand einen brandneuen Beuth-Thermobecher kaufen und damit ihrem Einwegbecher-Verbrauch ein Ende setzen.

Die Beuth-Thermobecher gibt es übrigens weiterhin bei der Pressestelle in Haus B zu kaufen.

Ähnliche auch sehr schöne Aktionen sind die Kunst- und Raumlabore an der FU Berlin aus dem Jahr 2012 und ganz aktuell aus 2016.

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Weitere Informationen zum Thema:

Hinweis zum Becherberg: Die bei dieser Aktion verwendeten Pappbecher stammen aus einer Überproduktion des Herstellers und wurden dafür gespendet. Sie können nicht im Handel verkauft werden und müssten sonst entsorgt werden.

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